Nicht vergessen!

Nach all‘ diesen Hintergrundinformationen jetzt nochmal das Wichtigste:

Am kommenden Dienstag, 27. 8., stehen wir als Verein pro münster zusammen mit anderen Antifaschist_innen schon ab 09:00 Uhr am Meßkamp/ Ecke Kinderhauser Str., und zeigen Solidarität mit unseren muslimischen Nachbar_innen. Das ist mit der Moscheegemeinde abgesprochen, und unsere Gegen-Versammlung ist auch schon bei der Polizei ordnungsgemäß angemeldet. Für 10:00 Uhr werden dort Vertreter_innen der rechtsextremen Partei „pro Deutschland“ erwartet, einer Partei, die vor allem gegen Muslime und gegen den Islam hetzt. Im letzten Jahr z.B. zeigten sie Mohammed-Karikaturen vor einer Moschee in Hiltrup. –

Also:
Kommt bitte zahlreich, zeigt Eure Solidarität mit unseren muslimischen Mitbürger_innen, Arbeitskolleg_innen, Mitschüler_innen, Freund_innen und Nachbar_innen …

Hintergrund: Seit 2007

Ähnlicher Name, diametral entgegengesetzte Ziele:

Der Verein pro münster arbeitet seit 2007 gegen ein Aktivwerden der sog. „Bürgerbewegung“ ProNRW in Münster.

Vorstandsmitglied Carsten Peters: „Der Verein pro münster wurde nach dem Kongress: „Zivilcourage gegen Nazis – wie macht man das?“, in 2007 gegründet. Ziel war es dabei, gegen die mehrfach angekündigte Gründung der Rechten in Münster aktiv zu werden, und das Label „pro münster“ positiv zu besetzen. Gründungsmitglied ist auch der Vorsitzende des Integrationsrats, Spyros Marinos.“

Paragraph 2 der Satzung lautet: „Zweck des Vereins ist die Aufklärung über fremdenfeindliche und neofaschistische Aktivitäten in Münster. Der Verein setzt sich für ein friedliches Zusammenleben unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Nation ein.“

Verhinderung rechter Aktivitäten

Bislang ist es pro münster erfolgreich gelungen, das Aktivwerden der Rechten zu verhindern. Trotz mehrfacher Ankündigungen gelang es ihnen nicht, Strukturen aufzubauen – auch weil der Name durch den Eintrag im Vereinsregister des Amtsgerichts reserviert ist, und sie unter anderem Namen hätten aktiv werden müssen.

Protest gegen rechte Kundgebungen am 27. 8. ( = kommenden Dienstag!) am Meßkamp und in der Nieberdingstraße!

Auch pro münster wird daher unter dem Dach des „KeinenMeter“-Bündnis zu gemeinsamen Protesten aufrufen.
Carsten Peters: „Wir werden nicht tatenlos bleiben, wenn diese Hetzer ihre Hasspropaganda verbreiten. Sie gehen subtiler vor als die NPD oder „Die Rechte“, indem sie sich mit dem Deckmäntelchen der Freundschaft zu Israel und den USA tarnen. Dabei verbreiten sie knallharten Rassismus gegen die Menschen muslimischen Glaubens und gegen die arabische Welt. Mit Recht kann man diese Gruppe als Kaschmirpullover-Fraktion der Rechtsextremisten beschreiben. Auch diesen werden wir entgegentreten.“

Der Verein nimmt auch die Internet-Präsenz von „pi“ ( = „politically incorrect“) ins Visier. Hier wird seit Jahren in übelster Weise gegen das friedliche Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen gehetzt. Der erste „pi“-Stand in Münster wurde angemeldet von Philipp Döbbe, der auch in der Auseinandersetzung um den Namen „Schlossplatz“ im vergangenen Jahr im Web – stets mit Megaphon vor dem Mund – in negativer Weise von sich reden gemacht hat. Ziel der verbalen Attacken von Döbbe und anderen waren dabei auch immer wieder engagierte Münsteraner_innen wie z.B. der Politiker Ruprecht Polenz.

27.8. – „Nadelstreifen-Rechte“ von „pro Deutschland“ vertreiben!

Es ist Wahlkampf, und daher haben wir es – kaum, dass die NPD weg ist – noch einmal mit einer rechtsextremen Gruppe zu tun, die mit wenigen Leuten in Kleinbussen herumtourt, um vor Moscheen, und – neu – vor linken Zentren ihre Hasspropaganda zu verbreiten, die niemand hören will.

Wichtige Eckdaten:

27.8. (Dienstag) hat „pro Deutschland“ von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr eine Kundgebung gegen die Moschee am Meßkamp angemeldet.
Die GEGENkundgebung unseres Vereins beginnt bereits um 9:00 Uhr, auf dem Meßkamp/ Ecke Kinderhauser Straße.

Zu 12:00 Uhr wollen die Rechten dann auch noch vor den linken Infoladen krachtz in der Nieberdingstr. ziehen: hier beginnt unsere Gegenkundgebung um 11:30 Uhr (Nieberdingstr., etwa auf Höhe des eh. Kreiswehrersatzamtes). Wer möchte, kann mit dem Fahrrad vom Meßkamp zur Nieberdingstraße fahren – es fährt aber auch der Stadtbus direkt hin (Linie 6).

Schläge und Beleidigung wegen dunkler Hautfarbe – Verletzte halten Täter fest

Nachstehend eine Pressemitteilung der Polizei Münster (5.5.):

Zwei dunkelhäutige Männer liefen in der Nacht zu Samstag (4. Mai, 2:20 Uhr) über die Von-Steuben-Straße. In Höhe der Tankstelle beleidigte eine Gruppe von vier jungen Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren die beiden Passanten, unter anderem fiel mehrfach das Wort „Neger“. Ein 16-jähriger aus Borghorst ging dabei auf die beiden dunkelhäutigen Männer (29 und 36 Jahre) zu und schlug ihnen mit der Faust ins Gesicht. Bevor der Täter zurück in die Gruppe flüchten konnte, ergriff der 29-jährige Geschädigte ihn, und übergab ihn der Polizei. Nun erwartet ihn ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung.

Wir als Pro Münster verurteilen diese rassistische Straftat, ebenso wie jeden sog. „Alltagsrassismus“.
(Tipp:
www.derbraunemob.de

Heute abend im Radio !

Heute um 19: 30 Uhr sendet Radio AM ein kurzes Interview zu Servatii (erster Block) und MOBIM (zweiter Block).