Münster erfahren – eine Friedensstadt

mit Kriegsspuren und vielen Kriegerdenkmälern …

Die Bomben kehren zurück …

… nach Guernika, Rotterdam und Coventry wird auch Münster bombardiert

Die VVN/ BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschist_innen) Münster veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Münster e.V., eine antifaschistische Fahrradtour:

Am kommenden Sonntag, 13. Oktober, 14:00 Uhr
Treffpunkt für Radfahrer:
Am Zwinger, Promenade/ Ecke Kanalstraße, Münster
(! Schnelle Radtour, Schnitt von über 20 km/ h!)

Treffpunkt für Nicht-Radfahrer: um 15 Uhr am Eingang des Waldfriedhofs Lauheide

Münster könnt ihr auf der Landkarte ausradieren .. sagte ein Bomberpilot, als er von seinem mörderischen Einsatz über Münster zurückkam.

Die Alliierten meinten, mit dauerndem Bombardement die Zivilbevölkerung gegen die Nazis aufbringen zu können. Dieser Plan ging schief. Die Bevölkerung rückte eng zusammen und verfluchte den Krieg – aber (noch) nicht die Nazis.

Die Kriegsübungen der deutschen Luftwaffe im spanischen Guernica und das spätere Bombardement von Rotterdam und Coventry fanden auch in Münster ein tödliches Echo.

So auch am 10. Oktober 1943

Mindestens 550 Menschen starben allein bei diesem Bombardement auf Münster. Über 90 % der Innenstadt wurden dabei zerstört. Krieg trifft immer auch die Zivilbevölkerung.

Wir wollen bei dieser Tour unser Hauptaugenmerk auf die Art und Weise des öffentlichen Gedenkens an die zivilen Opfer dieses Krieges richten. Und fragen, warum bestimmte Nazi-Gedenksteine noch immer auf dem Friedhof zu finden sind – Opfer und Täter werden gemeinsam geehrt?

Startpunkt ist um 14 Uhr am Zwinger an der Promenade. Gegen 15 Uhr wird diese schnelle Radtour am Eingang des Waldfriedhofs Lauheide eintreffen. Nicht-Radfahrer können dann dazukommen. Die Anreise ist möglich mit dem Auto, oder mit der Stadtbuslinie 2 ab Hauptbahnhof um 14:27 Uhr