Archiv für Oktober 2013

Kinder von KZ-Häftlingen – eine vergessene Generation

Veranstaltungshinweis

Wir machen auf die folgende Veranstaltung der VVN/ BdA Münster und der Emanzipatorischen Antifa Münster aufmerksam, die wir wichtig finden:

Kinder von KZ-Häftlingen – eine vergessene Generation

Lesung mit der Zeitzeugin Ingelore Prochnow und mit Ronja Hesse (Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V.)

Ingelore Prochnow kam im KZ Ravensbrück zur Welt, und überlebte als Baby wohl nur durch die Solidarität unter den Frauen. Seit den 80er Jahren hat sie sich auf die Spurensuche nach ihrer Vergangenheit und Herkunft gemacht, und konnte so ihre Geschichte rekonstruieren. Im April 2011 wurde von der „Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V.“ das Buch: Kinder von KZ-Häftlingen – Eine vergessene Generation, herausgegeben, an dem auch Ingelore Prochnow mitgearbeitet hat. Heute lebt sie in Bielefeld und hat zwei Kinder.

Samstag, 2. November 2013
16:00 Uhr
Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28

Mit freundlicher Unterstützung durch das Frauenreferat des AStA Münster

Ausschluss:
Die Veranstalter_innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Münster erfahren – eine Friedensstadt

mit Kriegsspuren und vielen Kriegerdenkmälern …

Die Bomben kehren zurück …

… nach Guernika, Rotterdam und Coventry wird auch Münster bombardiert

Die VVN/ BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschist_innen) Münster veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Münster e.V., eine antifaschistische Fahrradtour:

Am kommenden Sonntag, 13. Oktober, 14:00 Uhr
Treffpunkt für Radfahrer:
Am Zwinger, Promenade/ Ecke Kanalstraße, Münster
(! Schnelle Radtour, Schnitt von über 20 km/ h!)

Treffpunkt für Nicht-Radfahrer: um 15 Uhr am Eingang des Waldfriedhofs Lauheide

Münster könnt ihr auf der Landkarte ausradieren .. sagte ein Bomberpilot, als er von seinem mörderischen Einsatz über Münster zurückkam.

Die Alliierten meinten, mit dauerndem Bombardement die Zivilbevölkerung gegen die Nazis aufbringen zu können. Dieser Plan ging schief. Die Bevölkerung rückte eng zusammen und verfluchte den Krieg – aber (noch) nicht die Nazis.

Die Kriegsübungen der deutschen Luftwaffe im spanischen Guernica und das spätere Bombardement von Rotterdam und Coventry fanden auch in Münster ein tödliches Echo.

So auch am 10. Oktober 1943

Mindestens 550 Menschen starben allein bei diesem Bombardement auf Münster. Über 90 % der Innenstadt wurden dabei zerstört. Krieg trifft immer auch die Zivilbevölkerung.

Wir wollen bei dieser Tour unser Hauptaugenmerk auf die Art und Weise des öffentlichen Gedenkens an die zivilen Opfer dieses Krieges richten. Und fragen, warum bestimmte Nazi-Gedenksteine noch immer auf dem Friedhof zu finden sind – Opfer und Täter werden gemeinsam geehrt?

Startpunkt ist um 14 Uhr am Zwinger an der Promenade. Gegen 15 Uhr wird diese schnelle Radtour am Eingang des Waldfriedhofs Lauheide eintreffen. Nicht-Radfahrer können dann dazukommen. Die Anreise ist möglich mit dem Auto, oder mit der Stadtbuslinie 2 ab Hauptbahnhof um 14:27 Uhr