Plumpe Islamfeindlichkeit im Web – und wie mensch darauf antworten kann

Das wenig nächstenliebende Verhalten eines kirchlichen Mitarbeiters gegenüber einer Antifaschistin (vgl. „So nicht!“, „Update“), war inzwischen auch Thema bei einer populären Ratgeber-Community. Die Fragestellerin gab an, häufig vor einem islamischen Zentrum ihre Pause zu verbringen, was niemanden störe. Dagegen wurde sie bei einer einzigen Rast an der Außen(!)mauer der mittelalterlichen Servatii Kirche in Münster von einem – gar nicht so christlichen – Christen ohne Einleitung angemotzt, und überdies noch für fremden Müll verantwortlich gemacht.

Ein „Ratgeber“ schloss seinen – ansonsten sachlichen – Beitrag mit der Frage:
„Bist Du etwa Türke oder Moslem und willst damit Werbung machen für den angeblich freundlichen und toleranten Islam?“

Die „Ratsuchende“ kommentierte: „(…) Drittens – und hier wird es ärgerlich – missbrauchst Du Deine Antwort für einen Seitenhieb auf den Islam. Dabei war das tertium comparationis lediglich, dass beide Gebäude Religionsgemeinschaften beherbergen. Nach Deiner Logik müsste ich jetzt fragen: bist Du etwa bei Pro NRW und schreibst hier für pi?“