Presseerklärung: Wer pro Münster ist, muss am 16. September mit NEIN stimmen

Kein Platz für Pro NRW und andere rechte Gruppen

Der Verein Pro Münster e.V. (antifaschistisch-multikulturell-integrativ) unterstützt die Beibehaltung des Schlossplatzes und wendet sich gegen die Rückumbenennung in „Hindenburgplatz“. „Die Argumente sind bekannt und ausgetauscht. Wir wollen nicht, dass Münster zum Anziehungspunkt rechter Gruppen wird, weil sie glauben, dass sie hier etwas zu gewinnen haben“, so Vorsitzender Carsten Peters. „Wer pro Münster ist, kann am 16. September nur mit NEIN stimmen.“

Der Verein wurde 2007 gegründet, um den Namen Pro Münster positiv zu besetzen und zu verhindern, dass rechte Gruppen unter diesem Namen in Münster tätig werden. „Dies ist bislang auch gelungen. Gleichwohl beobachten wir mit Sorge, dass sich Pro NRW von der laufenden Debatte etwas verspricht. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass es keinen Platz für sie hier gibt.“ Die Vereine Pro Münster und Pro Münsterland und ihre Mitglieder haben sich aktiv an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 3. März, die Kundgebung von Pro NRW am 7.5. und der NPD am 20.7. beteiligt.

„Hindenburg-Freunde ohne Erinnerungskultur“

„Den Hindenburg-Freunden geht es nicht um Erinnerungskultur“, führt Jan Große-Nobis aus, „sondern um die Durchsetzung eines nationalkonservativen Geschichtsbildes, was eine Ehrung der historischen Person Hindenburgs beinhaltet. Sie lehnen mit dem Ratsbeschluss auch die Anbringung einer Erinnerungstafel ab. Wer so agiert, dem geht es nicht um Erinnerungskultur.“